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lässig.
Die ausgewählten Zeitungen und Zeitschriften werden erst beim
Auftraggeber zum herkömmlichen, d. h. internen Pressespiegel. Die
urheberrechtliche Relevanz entsteht mit der Vervielfältigung und
Verbreitung beim Nutzer (§ 49 UrhG). Der Empfänger der Artikel – in
aller Regel die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
kopiert die recherchierten Artikel und verteilt sie dann an leitende
Mitarbeiter des Unternehmens.
§ 49 UrhG gilt nicht nur für Zeitungen, sondern auch für Zeitschrif- ten
(OLG München, ZUM 2002, S. 555).
Die grundsätzlich eng auszulegende Schrankenregelung erstreckt sich nur
auf die Themen Politik, Wirtschaft und Religion. Ausgeschlossen sind die
Bereiche Wissenschaft, Kultur, Technik und Unterhaltung.
Mit Urteil vom 11.07.2002 - I ZR 255/00 - hat der BGH (GRUR 2002, 963
ff.) elektronische Pressespiegel als Substitut eines herkömm- lichen
Pressespiegels nach § 49 UrhG unter bestimmten Vorausset- zungen für
zulässig erklärt. Bei der elektronischen Aufbereitung von Artikeln aus
Zeitungen und Zeitschriften für einen elektronischen Pressespiegel ist
zu berücksichtigen, dass für die Digitalisierung ein Scannen notwendig
ist. Dieser Vorgang bedarf der Zustimmung der Rechteinhaber (§ 16 UrhG),
sofern nicht von einer vorübergehenden Speicherung auszugehen ist (§ 44
a UrhG).
In seinem Urteil hat der BGH eine Reihe von Fragen unbeantwortet
gelassen, die in der Praxis zu nicht unerheblichen Schwierigkeiten
führen. Aus diesem Grund hat sich die
FIBEP (Federation Internatio- nal
des Bureaux d’Extraits de Presse ) Landesgruppe Deutschland e. V. im
Rahmen der Vorbereitung des Zweiten Korbes zur Regelung des
Urheberrechts in der Informationsgesellschaft für die Neufas- sung von §
49 UrhG ausgesprochen.
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Literaturhinweis |
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öffnet Inhaltsangabe |
Beiträge in Sammel- und Gemeinschaftswerken
Haupt, Stefan: »§ 49 UrhG - Zeitungsartikel und Rundfunkkommen- tare« . In:
Kommentar zum deutschen Urheberrecht (herausgege- ben von Ernst-Joachim Mestmäcker
und Erich Schulze), Luchter- hand 1996 (35. AL., Dezember 2003)

Haupt, Stefan/Ullmann, Loy: »§ 44 a UrhG - Vorübergehende
Ver- vielfältigungshandlung«. In: Kommentar zum deutschen Urheber- recht
(herausgegeben von Ernst-Joachim Mestmäcker und Erich Schulze), Luchterhand 1996
(36. AL., Juni 2004)

Aufsätze
Haupt, Stefan/Ullmann, Loy: »Der Fax- und E-Mail-Versand sind in der
Informationsgesellschaft verboten« .
In:
ZUM, Baden-Baden 2005, Heft 1, S. 46 - 49

Haupt, Stefan:
»Offene Fragen zum UrhG - Referentenentwurf ›Zweiter Korb‹«.
In:
MMR 2004, Heft 12, S. XII bis XIV

Haupt, Stefan: »Der Vorschlag der FIBEP für eine Neufassung von § 49 UrhG – Eine
Einführung«. In: Kunstrecht und Urheberrecht, 2004, Heft 2, S. 42 – 43

Haupt, Stefan: »E-Mail-Versand – Eine neue Nutzungsart im urhe- berrechtlichen
Sinn?«. In:
ZUM, Baden-Baden 2002, Heft 11, S. 797 - 803

Haupt, Stefan: »Das Monopol ist umstritten« (Interview von Nadine Brockmann).
In: politik & kommunikation 02/2002/03, S. 55

Urteilsanmerkungen
Haupt, Stefan:
Kammergericht, Urteil vom 30.04.2004 - 5 U 98/02 - »Ausschnittdienste«.
In: Schulze, Rechtsprechung zum Urheber- recht - Entscheidungssammlung, KGZ
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